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Instagram-Content auf LinkedIn gesichtet

Einer unserer absoluten Lieblingsaccounts auf Instagram ist Agentur Boomer, was ihr euch vielleicht schon denken konntet, wenn ihr unsere Insta-Stories verfolgt. Kürzlich haben wir herausgefunden, dass der Meme-Account jetzt auch seinen Content auf LinkedIn postet – da waren wir alle ganz aus dem Häuschen! Aber Moment… Wie passt das zusammen? Eine Meme-Page auf LinkedIn?

Wer den Content von Agentur Boomer kennt, weiß, dass einige der Memes ganz schön spicy sind. Sprich: Sie haben das Potenzial, von einigen Usern auf dem seriösen LinkedIn als unangemessen empfunden zu werden. Nicht nur der Inhalt der Memes, sondern auch die Tonalität sind auf den ersten Blick nicht LinkedIn-tauglich. Aber siehe da: Nach nur vier Tagen konnte die Meme-Seite schon etwas mehr als 1.300 Follower für sich gewinnen. Die Postings werden bisher recht positiv aufgenommen (naja, Memes über den Chef haben lustigerweise deutlich weniger Likes als agenturbezogene Memes 😂).

Wir stellen fest, dass typischer Instagram-Content wie dieser mittlerweile häufiger auf LinkedIn auftaucht. Ist es sinnvoll, Instagram-Content dort zu recyceln? Kleiner Spoiler: Jein!

LinkedIn setzt den Fokus auf Branchen-News sowie die Vernetzung mit Professionals und ist kein Unterhaltungsnetzwerk wie Instagram. Allerdings machen sich mittlerweile einige Veränderungen bemerkbar – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Vermischt sich LinkedIn mit Instagram?

Nicht nur Memes auf LinkedIn sind ein Anzeichen des Wandels. Im Februar 2019 launcht LinkedIn den Broadcast Service LinkedIn Live, der Instagram Live-Videos sehr ähnlich ist. Die Livestream-Funktion ist bislang noch nicht für jeden User verfügbar, da dazu vorab ein Antrag zur Nutzung eingereicht werden muss. Dennoch ist LinkedIn Live seit Oktober 2020 extrem beliebt geworden: Die Anzahl der Streams ist im Jahresvergleich um etwa 437% gewachsen (Quelle: futurebiz.de).

Eine weitere Funktion, die LinkedIn von Instagram übernommen hat, sind die Stories. Wie man sich denken kann, werden hier keine knuffigen Haustiere oder das Abendessen wie auf Insta gepostet. Vielmehr sind LinkedIn Stories für kleine Updates und Einblicke aus dem Berufsleben gedacht.

Wir sehen, dass LinkedIn sich stark an den Funktionen von Instagram orientiert, sich diese aber anders zunutze macht. Schließlich muss der Content auch zur Zielgruppe passen, liegt ja auf der Hand. Der Algorithmus von LinkedIn arbeitet sogar gezielt daran, unpassenden Content für das Netzwerk möglichst kleinzuhalten.

Exkurs: Wie funktioniert der Algorithmus auf LinkedIn?

Es ist wichtig zu wissen, dass der LinkedIn-Algorithmus anders funktioniert als beispielsweise der von Instagram. „High Quality“ ist hier das Stichwort. Neue Posts werden durch einen programmierten Klassifizierer in die Kategorien „Spam“, „Low Quality“ und „Clear“ eingeteilt. Ob ein qualitativ hochwertiges Posting viral geht, ist außerdem abhängig von der Reichweite des Users, der Engagement Rate und der Schnelligkeit der Likes, Shares und Kommentare. Das Besondere ist, dass der Post am Ende noch von einem LinkedIn-Mitarbeiter persönlich bewertet und gegebenenfalls aussortiert wird. Habt ihr das gewusst? 😀

Damit wird klar, dass nicht jeder Content, der auf Instagram gut ankommt, auch auf LinkedIn seinen Platz findet. Wir wissen nicht exakt, was LinkedIn unter qualitativ hochwertigen Postings versteht – das bleibt ein kleines Geheimnis. Aber es ist denkbar. Als Berufsnetzwerk fokussiert sich LinkedIn auf sein professionelles Image. Das erklärt möglicherweise auch, weshalb die provokanten Memes über Chefs von Agentur Boomer nicht so sehr begrüßt werden (der zuständige LinkedIn-Mitarbeiter war wohl selbst ein Boomer).

Fazit: Gibt es Schnittstellen zwischen Instagram und LinkedIn?

Content-Recycling macht alles etwas leichter und funktioniert auch in der Regel gut auf Social Media. LinkedIn ist da allerdings etwas „anders als die anderen“. Ein Instagram Reel, das man auf LinkedIn hochlädt, kann floppen, da die Zielgruppen sehr verschieden sind. ABER: Es ist nicht unmöglich, beide auf einen Nenner zu bringen. Zum Beispiel mit einem Reel mit Momenten aus dem Arbeitsalltag, die jeder kennt. Das kann funktionieren, wenn auch nur auf einem schmalen Grat.

Generell lässt sich beobachten, dass sich Stellenausschreibungen, Behind-The-Scenes-Videos, Educational Content und News für beide Plattformen sehr gut eignen. Wichtig ist, dass der Content qualitativ hochwertig ist und einen Mehrwert (bzw. Purpose) bietet.

Ansonsten gilt: Probieren geht über Studieren. 😉 Ein Posting, das auf Instagram floppt, könnte vielleicht eher etwas für LinkedIn sein – oder umgekehrt. Hierfür gibt es kein genaues Rezept. Probiert euch aus!

Euer Wissensdurst ist noch nicht gestillt? Wenn ihr wissen wollt, was 2021 auf Instagram in ist, seid ihr noch nicht zu spät! Dieser Blogartikel verrät euch die heißesten Trends für dieses Jahr. 🔥

Viel Spaß beim Lesen und Posten!

Eure Kim